Rezension "Wild wie das Meer" Josie Charles

Klappentext:

*** Die Geschichte ist in sich geschlossen und auch außerhalb der Reihe lesbar. ***

Sherry ist auf der Flucht – vor ihrer verkrachten Karriere und ihrem katastrophalen Liebesleben. In Afrika, weit weg von zu Hause, sucht sie nach sich selbst und begegnet stattdessen ausgerechnet einem Mann: Tyrone ist ganz anders als sie. Aufgeschlossen, selbstbewusst, nie um einen Spruch verlegen. Sofort knistert es zwischen ihr und dem gutaussehenden Surfer. Zu spät merkt Sherry, dass auch Ty vor etwas auf der Flucht zu sein scheint. Kann es für die beiden dennoch eine gemeinsame Zukunft geben?

 

 

 

 

 

 


 

Meine Meinung:

Danke an Josie Charles für das Vorableseexemplar. Meine Meinung nimmt daran aber keinen Einfluss.

 

Teil Drei der Orange County Reihe ist nun draußen und man ist wieder ein Teil der Squad. Denn wie auch in den vorherigen Büchern tauchen die Charaktere auch hier wieder auf und man trifft auf alte Bekannte und erfährt neue Sachen. Was mir wirklich gut gefällt, ist der familiäre Umgang und das jeder zu jeder Zeit für den anderen da ist. Egal was es ist und wie sehr der andere es verbockt hat. Da regelt man das auf die ein oder andere Art und dann Schwamm drüber. Auch wie herzlich neue Personen die zum engeren Kreis des jeweils anderen aufgenommen werden, bestätigt dies. So ist es auch kein Wunder, dass Sherry sich dort schnell wohl und angenommen fühlt.

Ich bin wirklich froh, dass ich Tyrone's Geschichte wieder vorablesen durfte, denn er war von Anfang an mein Lieblingscharakter. Doch seine Geschichte ist diesmal schwerer - düsterer. Doch dazu später mehr.
Tyrone der immer fröhliche Sunnyboy der nichts anbrennen lässt, zeigt sich diesmal von einer ganz anderen Seite. Diesmal ist er ernster und nachdenklicher - aber auch depressiv. Nur selten blitzt der fröhliche Mann aus den vorherigen Büchern auf. Aber aufgrund seiner momentanen Situation kein Wunder.
Er flüchtet vor sich selbst und der Squad; taucht unter und lebt jeden Tag als wäre es sein letzter.
& dann trifft er auf Sherry!


Sherry ist ebenfalls auf der Flucht (das könnt ihr ja im Klappentext lesen) und so begegnen sich die beiden das erste mal vor der wunderschönen Kulisse Afrikas. Zwischen den beiden funkt es gewaltig und sie verbringen eine leidenschaftliche Nacht zusammen, die aber von Tyrones arschiger Aktion zerstört wird. Doch das Schicksal meint es gut und so treffen sich die beiden einige Zeit später wieder.


Sherry und Tyrone sind beide super sympathische Charaktere mit viel Tiefe. Beide handelten für mich sehr autenthisch und ich konnte mich gut in beide hineinversetzen. Die Dialoge der beiden laden zum schmunzeln ein. Doch ebenso bricht einen manchmal das Herz. Sherry hat viel schlechtes erlebt, doch hat sich ein sonniges Gemüt und ein großes Herz bewahrt und so hilft sie Tyrone durch seine schwerste Zeit. Doch die Zeit rennt den beiden davon - werden sie ihr happy End bekommen?

 

Josie Charles Schreibstil ist wie gewohnt angenehm und flüssig. Durch ihre liebe zum Detail und genaue Beschreibungen zu Orten kriegt man direkt Bilder in den Kopf gepflanzt und kann direkt in das Buch abtauchen. Außerdem hat sie ein Talent dafür emotionen zu vermitteln. Beim lesen blieb mein Auge desöfteren nicht trocken und mehr als einmal musste ich hart schlucken und fühlte wie mein Herz beim lesen bricht. Aber auch die Mischung aus Schwere und Leichtigkeit ist ihr hier gut gelungen und ich habe wirklich total mit Tyrone, Sherry und der Squad mitgelitten - konnte aber genauso wenige entspannte Augenblicke mit allen genießen. Außerdem mag ich den Humor der Autorin, der sich immer wieder in den Büchern wieder findet - genauso wie Ernsthaftigkeit.

Durch das Thema und die Emotionen die beim Lesen auf mich übergesprungen sind, ist Band 3 für mich das beste und auch emotionalste Buch dieser Reihe und etwas ganz besonderes.

 


Daher kann ich das Buch jeden nur ans Herz legen und spreche von mir eine ganz klare Lese- & Kaufempfehlung aus!

 


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