Rezension "Abandoned" Penny L.Chapman

Klappentext:

TYLER

Vor vier Jahren nahm sie mir meine Freiheit.
Sie hätte mit mir untergehen müssen, doch nur ich landete im Knast.
Ich habe nichts vergessen. Keinen der Schreie, wenn ich in ihr war.
Keines ihrer Worte, wenn wir alleine waren.
Ich bin zurück.
Du wirst bezahlen...

BLAKE

Ich habe schreckliche Fehler gemacht.
Der erste war, das Richtige tun zu wollen.
Der zweite, ihn zu unterschätzen.
Ich spüre seine Blicke in meinem Rücken.
Er will Rache.
Doch ich bin kein Opfer.

 

 

 

 

 

 


 

Meine Meinung:

Was soll man über ein Buch schreiben was einen völlig sprachlos und mit tausend Gefühlen zurück gelassen hat? Tja, ich weiß es auch nicht genau, daher versuche ich aus dem Buchstabensalat der seit 3 Tagen in meinem Kopf herrscht mal Sätze zu bilden.

Wer "Pretend" gelesen hat, weiß das Penny L. Chapman, etwas andere New Adult Bücher schreibt. So war auch Abandoned wieder ein Buch, dass sich in keine Schublade stecken lässt, denn es ist anders! Es überschreitet auch hier wieder Grenzen und man stellt auch seine eigene Moral öfters in Frage und genauso wie die Hauptcharaktere im Buch, wächst man selbst mit während der Geschichte. Man macht eine Entwicklung durch, denn Frau Chapman regt uns dazu an, nicht immer nur in schwarz oder weiß zudenken, sondern die ganzen grauen Zwischentöne mit dazu zu nehmen.

Der Schreibstil war wieder flüssig und sehr fesselnd und man verschlingt die Seiten nur so.

 

Tyler war für mich schön während Pretend ein sehr interessanter Charakter und ich war gespannt, was er hinter der knallharten Fassade versteckt.  Ich war wirklich überrascht, was er so alles in seinem Leben erlebt hat und hab ihn noch mehr in mein Herz geschlossen. Da wundert es wohl keinen mehr, wieso er so ist wie er ist.
Seine Geschichte hat mich bewegt. Ich hab mitgelitten, war stinksauer und hätte am liebsten einiges in Schutt und Asche gelegt. Hinter der harten Fassade verbirgt sich für einige wenige, ein weicher Kern, der absolut loyal ist.

 

Und dann ist da Blake. Ich habe mich so mega in sie während des Lesens verliebt und sie ist ganz schnell zu meiner neuen Lieblingsprotagonistin geworden. Sie ist taff und mutig, hat dabei aber auch einen weichen Kern. Selbst wenn sie Angst hat, lässt sie es sich nicht anmerken und hat immer einen dummen Spruch auf Lager. Wo andere davon laufen, rennt Blake vollen Auges hinein und steht ihre Frau. Mich hat selten ein Charakter so sehr beeindruckt.

 

Auch Tyler und Blake sind wie Farren und K wieder sehr autenthisch. ECHT, denn sie könnten dem echten Leben entsprungen sein. Die Geschichte der beiden ist hässlich und schön zugleich und man leidet und hofft mit beiden mit. Denn manchmal ist das Leben kein Wunschkonzert und es läuft anders als man es sich erhofft. Trotzdem lassen sich die Charaktere sich nie unterkriegen, kämpfen obwohl es manchmal eher hoffnungslos scheint und kratzen immer wieder ihren Mut zusammen, um weiterzumachen.

 

Ich fand es schön die Clique wieder zu treffen und alle weiter besser kennenzulernen. Vorallem Harlan. & ich bin schon sehr gespannt auf seine Geschichte, denn man konnte hier auch eine etwas andere Seite von ihm sehen!

Wer hier aber eine romantisch, süße Liebesgeschichte erwartet, in der der Bad Boy zum Softie mutiert, ist hier absolut falsch. Hier sind die Bad Boys BAD und die Liebesgeschichte ist nicht von der Einhorn-Regenbogen-pupsende Kuschelfraktion. Wer keine Bad Boys mag oder zu den aktiven radikalen Feministinnen zählt, ist hier absolut falsch beraten ;)

 

Tyler hat mich überrascht und auch das Ende war eher überraschend,aber positiv, denn ich hätte mit etwas anderem gerechnet. Jetzt heißt es warten bis September bis Band 3 der Unfolding Reihe erscheint und uns vorher wieder mit Teasern, Cover und Klappentext von der sadistisch veranlagten Autorin quälen zu lassen.


Von mir ganz klare Lese- & Kaufempfehlung!

 


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